Eine Honigtorte

Mein Onkel ist Imker, daher sind wir immer bestens mit Honig ausgestattet. Blütenhonig, Waldhonig, Kastanienhonig, Tannenhonig und mein liebster Cremehonig mit Bourbonvanille verfeinert. Vor allem in der Winterzeit ist unser Verbrauch hoch. Sobald einer hustet, kommt Honig in den Tee. Ich glaube an die Kraft des Honigs und umso mehr habe ich mich gefreut, wie’s letztens beim Besuch bei Freunden eine russische Honigtorte gab. Vor einem Jahrzehnt habe ich sie bereits einmal in Hannover in der Arbeit gegessen und nun habe ich mich wieder daran erinnert, wie köstlich sie ist.

Die Torte ist nicht in 30 Minuten gebacken, sondern benötigt einerseits Zeit zum Ausrollen und backen der einzelnen Teigschichten und andererseits noch einen Tag im Kühlschrank zum Ziehen. Also perfekt für Leute, die „Meal Prep“ einer Last-Minute Aktion vorziehen. Gerade mit Kindern ist diese Torte daher bestens geeignet, um rechtzeitig mit einer Torte glänzen zu können.

Das Fazit meines fast 6 Jährigen „Mama, das schmeckt ganz hervorragend.“

Rezept

Teig:
100g Honig (ich habe Blütenhonig genommen)
30g Butter
180g Zucker
3 Eier
500g Mehl
1TL Backpulver
und eine Prise Salz

Creme:
400g Sahne
800g saure Sahne
250g Puderzucker (bis 300g, je nachdem, wie süß ihr es möchtet)

Für den Teig mischt ihr das Mehl mit dem Backpulver und der Prise Salz. Die Eier verquirlt ihr in einer weiteren Schüssel. Die Butter, der Zucker und der Honig werden in einem Topf bei mittlerer Hitze erhitzt, sodass sich der Zucker auflöst. Bei Stufe 5 von 10 dauerte es bei mir ca 15 Minuten.

Dann kommt das heiße Zuckergemisch in eine Rührschüssel, die verquirlten Eier werden dann langsam bei ständigem Mixen eingerührt. Nicht zu schnell, sonst habt ihr Rührei. Danach kommt das Mehl noch dazu und alles wird verknetet. Den Teig in 8 Stücke teilen à 110g.

Die einzelnen Teigstücke rollt ihr zwischen zwei Frischhaltefolienstücken sehr dünn aus (ca 1mm), sodass ihr einen Kreis mit einem Durchmesser von 20cm ausschneiden könnt. Dafür habe ich unseren Dessertteller verwendet. Die Reste kommen auf ein extra Blech, die werden als Verzierung für oben drüber verwendet. Ein Boden wird bei 180 Grad Celsius ca 7min goldbraun gebacken. Das wiederholt ihr insgesamt noch 8x, sodass 8 Böden und Teigreste gebacken sind.

Für die Creme verrührt ihr den Puderzucker mit der sauren Sahne. Darunter hebt ihr die geschlagene Sahne.

Der erste Boden kommt nun auf eine Tortenplatte mit einem Tortenring herum. Dann verteilt ihr ca 5 volle Esslöffel Creme darauf. Danach kommt wieder ein Boden und wieder Creme, bis alle Böden verwendet sind. Den Abschluss macht die Creme. Das ganze stellt ihr nun über Nacht in den Kühlschrank, damit die Böden die Flüssigkeit aufsaugen können und weich werden.

Am nächsten Tag zerkrümelt ihr noch die Teigreste und dekoriert damit die Torte.

Guten Appetit!
Daniela

Schwarzwälder Kirschtorte

Die kleine Schwester des Herrn undeineprisesalz hatte letzte Woche ihren 18. Geburtstag. Plötzlich ist sie nicht mehr so klein, aber irgendwie bleiben die jüngeren Geschwister doch immer die Kleinen <3 Die ganze Familie – ach so schön! – war da und sie wünschte sich eine Schwarzwälder Kirschtorte. Die gab es auch.

Zudem habe ich mich im chocolate handlettering versucht. Neben Backen bin ich nämlich ein heimlicher Verehrer von Papier und schöner Schrift. Leider habe ich für zweiteres nicht so Zeit, daher gab es nun dieses Mal den ersten Versuch des chocolate handletterings.

Mit geschmolzener Zartbitter Schokolade habe ich Wimpel, Sterne, den Schriftzug „happy BIRTHDAY“, ein Geschenk und einen Luftballon auf ein Backpapier gespritzt. Nehmt unbedingt Zartbitter Schokolade, Vollmilch wurde bei mir nicht fest genug, um sie einfach abziehen zu können. Nachdem die Schokolade wieder fest und getrocknet ist, kann man die einzelnen Elemente ganz vorsichtig abziehen und in die Sahne drücken.

Rezept für eine 26er Backform:

Teig:
5 Eier
200g Zucker
etwas Bourbonvanille
150g Mehl
2TL Backpulver
20g Speisestärke
20g Kakaopulver, ungesüßt

450g Sauerkirschen aus dem Glas (ca. 1,5 Gläser)
30g Speisestärke
30g Zucker
6EL Rum/Kirschwasser

700g Schlagsahne
35g Zucker
etwas Bourbonvanille

Erst werden die Eier getrennt. Die Eiweiße werden mit 100g Zucker steif geschlagen. Die Dotter werden in einer weiteren Schüssel mit 100g Zucker und etwas Bourbonvanille schaumig gemixt. Das Mehl wird mit dem Backpulver, der Speisestärke und dem Kakaopulver in einer 3. Schüssel verrührt. Als nächstes wird die Dottermasse unter die Eiweißmasse vorsichtig gemixt. Die Mehlmischung siebt ihr über die Mixtur und hebt sie vorsichtig unter. Bei 180 Grad wird der Biskuitteig ca. 20-25 Minuten lang gebacken. Danach lässt ihr ihn auskühlen und schneidet ihn 2x durch.

Für die Sauerkirschenschicht bereitet ihr nun einen Pudding zu. Erst tropft ihr die Sauerkirschen aus dem Glas ab, den Saft müsst ihr dabei auffangen. Für den Pudding nehmt ihr nun ca. 350ml Saft, entnehmt ein paar Esslöffel davon und verrührt darin die Spesiestärke und den Zucker. Der Saft wird nun aufgekocht, vom Herd genommen, die Speisestärkemixtur wird unter ständigem Rühren eingerührt und noch einmal aufgekocht. Nach ungefähr 1 Minute nehmt ihr den Pudding vom Herd, mischt die Sauerkirschen und den Rum unter.

Einen Biskuitboden legt ihr nun auf einen Teller, macht einen Tortenring herum und beträufelt ihn mit ein paar Esslöffel Sauerkirschensaft (und wer möchte noch etwas Rum dazu). So wird die Torte schön saftig. Die anderen beiden Böden könnt ihr auch gleich mit etwas Saft saftiger machen, dann können sie noch kurz ziehen, bevor sie verwendet werden. Auf den ersten Boden gebt ihr die Sauerkirschenmasse. Nach dem Abkühlen schlagt ihr 400g Sahne mit 20g Zuckers und Vanille auf. Auf die Sauerkirschenschicht kommt nun die Hälfte der aufgeschlagenen Sahne, dann wieder ein Boden, dann wieder Sahne, dann wieder ein Boden. Ihr könnt natürlich auch die Sauerkirschen auf beiden Böden verteilen, wie es euch lieber ist. Wenn ihr die Kirschen zweimal verwenden möchtet, dann könntet ihr vielleicht sogar noch mehr Sauerkirschenmasse herstellen – umso fruchtiger wird die Torte. Ich mag das sehr.

Jetzt habe ich die Torte über Nacht gekühlt und am nächsten Tag dann noch mit 300g Sahne und 15g Zucker eingehüllt und verziert. Die Schokolade oben drüber habe ich einfach mit dem gröbsten Reibeisen drüber gerieben.

Lasst es euch schmecken!
Daniela

Konfetti Streusel Macarons

Ich liebe Herausforderungen, aber bitte nur, wenn sie auch gelingen. Mit einer Freundin bin ich zu einem Macarons Backkurs, um dem Mysterium rund um die feinen französischen Spezialitäten auf den Grund zu gehen. Wir haben uns erklären lassen, wie das Eiweiß zu schlagen ist, der Puderzucker und das Mandelmehl zu sieben sind und beigebracht bekommen, wie eine Macaronage zu sein hat. Dann wartet man einfach 30min und zack, ab in den Ofen damit und fertig sind sie. Diese Warterei und die Backzeit klappten zeitlich gesehen beim Backkurs nicht, deswegen durften wir dann die schon vorbereiteten Hüllen verwenden. Jedenfalls, voller Elan und mit Zielsicherheit, haben wir dann zu Hause Macarons gebacken. Nach 70€ Weiterbildungsinvestition kann ja wohl nichts schief gehen. Und ich sag’s euch, es ist mies schief gelaufen. Die Macarons sind zerlaufen wie meine Motivation nach dieser Misere.

Jahre mussten vergehen, bis ich wieder etwas Motivation dazu hatte. Diesmal aber mit einer anderen Methode und ZACK BOOM BÄNG, sie wurden direkt perfekt. Und wieder und wieder. Gelingsicher, ich sag’s euch! Die echten Profis mögen die einzig richtige französische Methode verwenden, aber danach haben mich noch keine Probanden gefragt. Ganz im Gegenteil, sie schmecken wie in Paris, obwohl ich eine italienische Meringue gemacht habe. Ob mir die Franzosen das jemals verzeihen?

Die Moral der Geschicht: ich bin mir mittlerweile ziemlich sicher, dass wir die fertigen Macaronshüllen verwenden mussten (und nicht durften), weil unsere garantiert nichts geworden wären – immerhin haben 8 Kursteilnehmerinnen an einem Teig die angeblich perfekte Macaronage gerührt. Viele Bäcker verderben garantiert den Teig.

Streusel Konfetti Macarons italienische Meringue gelingsicheres Rezept
Streusel Konfetti Macarons italienische Meringue gelingsicheres Rezept
Streusel Konfetti Macarons italienische Meringue gelingsicheres Rezept
Streusel Konfetti Macarons italienische Meringue gelingsicheres Rezept
Streusel Konfetti Macarons italienische Meringue gelingsicheres Rezept

Rezept für ca. 35-40 fertige Macarons:
150g Mandelmehl
150g Puderzucker
55g Eiweiß, zimmerwarm
150g Kristallzucker
50g Wasser
55g Eiweiß, zimmerwarm
15g Kristallzucker
ca. 50g Streusel, Pulver Lebensmittelfarbe

Füllung:
100g weiße Schokolade mit Kokos (oder welche ihr möchtet)
50g Sahne
etwas Himbeermarmelade

Vorbereitung: 2 Silikonmatten auf einem Rost

Erst siebt ihr das Mandelmehl mit dem Puderzucker, damit keine Klumpen mehr vorhanden sind. Danach werden die beiden Zutaten im Mixaufsatz des Pürierstabs ordentlich gemixt. Klappt bestimmt auch im Standmixer. Ziel ist es, die beiden Zutaten miteinander zu vermengen und nicht zu Paste zu verarbeiten. Ca 30 Sekunden. Danach verrührt ihr hier noch die ersten 55g des Eiweißes mit einer Teigspachtel unter, bis es ein ziemlich fester Brei ist.

Jetzt schüttet ihr die zweiten 55g Eiweiß in eine Rührschüssel, mixt aber nicht direkt los. Danach kocht ihr den Zucker mit dem Wasser in einem Topf langsam auf. Bei ca 105°C beginnt ihr, das Eiweiß in der Rührschüssel zu mixen. Gebt dabei nach und nach die 15g Zucker hinzu und mixt so lange, bis ein fester Schnee entsteht. Jetzt sollte der Zucker bei ca. 118°C sein. Nehmt den Topf vom Herd und lasst den heißen Zucker noch kurz fertig blubbern. Nun schüttet ihr den heißen Zucker vorsichtig in die Rührschüssel mit dem festen Eiweiß und mixt die Masse erst auf kleiner und dann auf mittlerer Stufe. Durch die Hitze wird die ganze Masse jetzt noch fester.

Diese Masse kommt nun zum Mandelmehlbrei. Mit einer Teigspachtel verrührt ihr nun die beiden Massen miteinander, bis es ein homogener Teig wird und dann noch etwa eine halbe Minute bis Minute länger. Dieser Schritt wird Macaronage genannt und tatsächlich darf die Masse nicht zu lange verrührt werden, weil der Teig sonst zu flüssig wird. Der Teig muss in etwa so breiig sein, dass ein Tropfen auf dem Teig nicht sofort verschwindet, aber sich auch nicht fest davon abhebt. Jetzt kommen noch vorsichtig die Streusel und die Lebensmittelfarbe dazu.

Mit einer 7mm runden Tülle (oder auch jeder anderen nicht zu kleinen) spritzt ihr nun ca. 3cm weite Kreise auf eine Silikonmatte. Dabei müsst ihr nicht wirklich einen Kreis spritzen, sondern ihr bleibt mit der Tülle auf ca. 7mm Höhe über der Silikonmatte und drückt die Masse raus, der Kreis entsteht dann von ganz alleine. Zum Absetzen kreist ihr die Tülle kurz über den Teig. Die Macarons könnt ihr nun noch mit Streusel bunt machen.

Danach wird der Rost ein paar Mal geklopft, damit die entstandenen Absetzpunkte in der Masse verschwinden.

Jetzt wird der Ofen vorgeheizt. 140 Grad, Umluft.

Die Macarons sollen jetzt in etwa 30 Minuten trocknen, damit sich an der Oberfläche eine trockene Schicht bildet. Das ist dazu da, damit die Kraft beim Backen an einen Widerstand kommt und sich so die „Füßchen“ unten bilden können, weil sich der Teig nach oben hebt.

Nun werden die Macarons ca 15-16 Minuten gebacken. Vielleicht auch nur 13. Aber so in dem Dreh.

Gefüllt habe ich die Macarons übrigens mit einer Ganache (weiße Schokolade mit Kokos, 100g Schokolade, 50g Sahne), die ich als Kreis auf eine Seite gespritzt habe. Mittig gab’s noch einen Klecks Himbeermarmelade.

Guten Appetit!
Daniela

Kalte Schnauze

Als Österreicherin kenne ich diese Süßigkeit nicht aus Kindstagen, aber in Berlin kommt man nicht drumrum. Meine Variante des fancy NoBake Nachtisches besteht aus Schokolade, dem harten aus der Kokosmilch Dose, Sahne und Butterkeksen. Die Symbiose aus Keks und Schokolade hat es mit der Prinzenrolle auch schon in jedes Verkaufsregal geschafft, somit kann man quasi nichts falsch machen. Und die Kinder meinten, es wäre der beste Nachtisch, den sie je gegessen haben. 

Für das Herz habe ich mir zuerst die Größe der Backform im Schnitt aufgezeichnet und diese in 2mm (für die Schokoschicht) und 4mm (für die  Butterkekse) Schichten unterteilt. Insgesamt waren es bei mir 9 Schichten Butterkekse. So sah meine Zeichnung dazu aus:

Rezept:

700g Schokolade (meine Wahl Ritter Sport: 400g Alpenmilch, 300g Zartherb)
150g Kokosfett (das Harte aus der Kokosmilch Dose)
250g Sahne
2 Packungen Butterkekse (seid vorsichtig damit, außer ihr wollt kein Muster stapeln, dann ist das nicht so wichtig)

Zu allererst wird die Kuchenform mit Klarsichtfolie ausgelegt. So lässt sich die fertige Süßigkeit nämlich problemlos wieder rausnehmen. Am Rand habe ich die Folie mit Klammern festgeklemmt, damit sie nicht beim Schichten wieder nach unten rutschen kann.

Die Schokolade wird dann oder währenddessen über dem Wasserbad gemeinsam mit dem Kokosfett und der Sahne geschmolzen. Ich habe mit einer Schicht Schokolade begonnen. Ihr schichtet nun nach und nach die Schokolade und die Kekse. Seid etwas sparsam mit der Schokolade. Ich habe sie mit einem Backpinsel immer noch an die Seiten verteilt. So entstanden schöne dünne Schokoschichten. Die Form kommt dann für ein paar Stunden in den Kühlschrank.

Gut durchgekühlt und durchgezogen schmeckt der kalte Hund am besten!

Lasst es euch schmecken!
Daniela

Gebackene Polsterzipf

Ich habe als Studentin nebenbei in einer Bäckerei gearbeitet (vielleicht kommt daher die Vorliebe für Süßes?), da gab es immer ein 4+1 Angebot für Polsterzipf aka Marmeladentaschen. Wir haben sie jeden Morgen frisch aufgebacken.

Üblicherweise kommen sie in einer Dreiecksform daher, aber ich war am Wochenende so kreativ und habe Herzen, Sterne, Dreiecke, Vierecke aus dem Teig gestochen und diese dann mit Marmelade befüllt. In Österreich wird gefühlt alles mit Marillen- oder Ribiselmarmelade befüllt, aber ich war heute so Revoluzzermäßig unterwegs, dass ich mich für Himbeermarmelade entschieden habe. Und manche hätten sogar Himbeermarmelade mit weißer Schokolade als Füllung. Meine Mama könnte das ja nicht, da muss immer alles so sein, wie es schon immer war. Ihr hättet mal miterleben müssen, wie ich einen Apfelstrudel NICHT aus Strudelteig gemacht habe. Oh weia! (und dann hat’s auch noch geschmeckt)

Jedenfalls – wenn man einmal so Revoluzzermäßig unterwegs ist, dann fallen einen plötzlich ganz viele Füllungen ein. Zwetschkenmus (Powidl) mit und ohne Schokolade beispielsweise oder sogar nur Schokolade. Ich glaube, meine Kinder werden über das Backergebnis glücklich sein.

Eine Hälfte habe ich eingefroren. Ich werde euch in ein paar Wochen davon berichten, ob dieser Nachtisch einfach aufzubacken ist – damit man sich ein lobendes „Wann hattest du denn dafür Zeit?“ ergattern kann.

Rezept (für ca. 35 Stück)

250g Mehl 405
250g Butter
250g Quark 20%
Schale einer halben Bio-Zitrone

Marmelade und/oder Füllung nach Wahl
Staubzucker/Puderzucker

Für den Teig verrührt ihr in der Küchenmaschine die Zutaten. Da der Teig auch „falscher Blätterteig“ genannt wird, soll er auch noch gefaltet werden, damit er beim Backen schön luftig wird. Dafür rollt ihr den Teig in ein Rechteck, faltet ihn je ein Drittel zur Mitte von links und rechts, rollt ihn nochmal aus und faltet ihn nochmal.

Danach darf sich der Teig erstmal für mind. 1 Stunde im Kühlen ausruhen.

Für’s Ausrollen lege ich den Teig zwischen zwei bemehlte Frischhaltefolienstücke, das klebt dann nicht so am Nudelholz und gefühlt rollt sich der Teig gleichmäßiger aus. Nach dem Ausrollen stecht ihr die gewünschten Formen aus, verteilt Marmelade darauf (nicht sparen, sonst schmecken die Polsterzipf etwas trocken) und schließt es mit dem Gegenstück. Bei Dreiecken/Vierecken schneidet ihr am besten Vierecke aus und faltet die eine Hälfte über die andere. Geschlossen habe ich die Taschen durch das Festdrücken des Teiges mit den Gabelspitzen.

Bei 200 Grad lässt ihr die Taschen ungefähr 15-17min backen. Danach bestäubt ihr sie mit Staubzucker.

Guten Appetit!
Daniela

Baiserherzen mit Sahne und Himbeeren

Gruselig geht’s bei meinen Schwiegereltern zu: als Dessert kommen hier und da Blutspuren im Schnee auf den Tisch! Einfach zu- und vorbereitet, für viele Leute perfekt und sehr lecker. Abwechselnd werden gesüßte Sahne, gefrorene Himbeeren und Baiserhäubchen in einer großen Schüssel geschichtet, die dann bestenfalls ein paar Stunden zieht. Da mir dieser Nachtisch so gut schmeckt und jetzt bald Valentinstag ist (für manche gruuuuuuselig, daher ist das Rezept noch passender), habe ich es etwas abgewandelt und Valentinstagstauglich zubereitet.

Valentinstag kann man mögen oder eben auch nicht. Ich bin natürlich auch der Meinung, dass es diese Tage nicht geben sollte, sondern jeder Tag besonders ist und das auch dem Partner, Kindern etc zeigen soll. Im Alltag gehen diese kleinen Aufmerksamkeiten aber dennoch oft unter oder werden gar nicht als solche wahr genommen. Meinen wir den Ausflug mit den Kindern gut, ist das Wasser garantiert um 0.1 Grad zu kalt, oder es fehlt eine Sprudelperle im Mineralwasser oder was auch immer. Für Unzufriedenheit gibt’s hier zur Zeit des Geschehens genügend Gründe – im Nachhinein waren es natürlich immer die besten Erlebnisse! Jedenfalls, hier und da im Alltag ein Herzchen einzubringen, sorgt für eine gelungene Aufmerksamkeit, da hat sich noch niemand beschwert, dass es unförmig wäre. Der Valentinstag sorgt zumindest dafür, dass wir aktiv daran denken, jemanden eine Freude zu bereiten. Zumindest bei mir. Es braucht keine drölf Rosen, daher habe ich jetzt ein paar Alltagsrezepte so einfach abgewandelt, dass sie plötzlich für mehr Liebe sorgen <3

Die Basis bilden Baiserherzen. Dafür verwendet ihr am besten das Baiserrezept ohne den gefriergetrockneten Himbeeren und spritzt Herzchen auf die Silikonmatte. An den Rand muss noch eine 2. Ebene, damit die Sahne danach besser Halt findet. Ich habe als Rand gespritzte Pünktchen ohne Absetzen gesetzt, das war auch als Laie schaffbar und sieht auch nach wunderschönen Perlen aus.

Rezept:
http://undeineprisesalz.de/2019/01/baiser-mit-gefriergetrockneten-himbeeren-rezept-gelingsicher/

Aus der Masse spritzt ihr Herzen auf die Silikonmatte und umrandet diese zusätzlich noch. Auf die Baiserherzen kommt geschlagene – wenig gesüßte – Sahne mit etwas Bourbonvanille und darauf setzt ihr eine frische Himbeere.

Guten Appetit!
Daniela

Baiser mit gefriergetrockneten Himbeeren

2019 – ich fange wieder an. Liegt es an der weiteren Elternzeit oder tatsächlich am neuen Jahr? Jedenfalls – ich bin zurück und sehr motiviert. Zum Start gibt es Baiserhäubchen mit gefriergetrockneten Himbeeren, einfach weil ich etwas Farbe in der grauen Winterzeit schön finde. Und Himbeeren immer gut schmecken.

Und zum ersten Mal sind mir Baisers tatsächlich so gelungen, wie sie sein sollten. Ohne Risse, ohne Luftlöcher innen. Im Rezept verrate ich euch, wie ich das hinbekommen habe.

Ihr könnt den Geschmack natürlich auch variieren. An Weihnachten macht ihr zB statt der Himbeeren Zimt, Lebkuchen- oder Spekulatiusgewürz dazu. Und macht Ringe oder andere Formen, um sie auch auf den Baum hängen zu können.

Rezept (für 2 Bleche):

4 Eiklar Gr. L
200g Zucker
1 TL Zitronensaft, frisch gepresst
1.5TL gefriergetrocknete Himbeeren, Pulver
und eine Prise Salz

Ich habe nur ganze gefriergetrocknete Himbeeren gefunden, daher habe ich ca. 2 Esslöffel Himbeeren mit einem Hexler zu Staub püriert, die offensichtlichen Kerne habe ich händisch entfernt.

Für das Baiser mischt ihr erst alle Zutaten außer den gefriergetrockneten Himbeeren mit dem Schneebesen. Dann kommt die Rührschüssel über einen Topf mit heißem Wasser und erwärmt alles so lange, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Bei mir hat das ca. 5 Minuten gedauert. Der Zitronensaft macht übrigens, dass die Masse stabiler wird.

Dann kommt die Rührschüssel (bei mir) zur KitchenAid und die Masse wird so lange auf hoher Stufe gemixt, bis sie fest und glänzend ist. Tatsächlich war die Masse aber auch nicht so fest, dass schon Luftblasen entstanden sind. Ich denke, es waren wieder ca. 5 Minuten.

Mit der Teigspachtel habe ich dann das Himbeerpulver untergerührt. Ihr könnt nun mit dem Spritzsack entweder Häubchen oder Herzchen oder was auch immer spritzen. Bei 100 Grad wird das Baiser ca. 2h getrocknet. Einfacher ließen sie sich übrigens von der Silikonbackmatte lösen als von einem normalen Backpapier.

Danach müsst ihr sie übrigens wirklich luftdicht verschließen, weil sie sonst bei Raumtemperatur sehr klebrig werden. Falls das passieren sollte, trocknet ihr sie einfach im Backofen für ca. 20 Minuten wieder nach – kein Problem!

Guten Appetit!
Daniela

Slow baking dunkler saftig-deftiger Schokokuchen mit Schokoglasur

DAS ist ein Schokokuchen, sag ich euch. Kein fluffig leichter Schokokuchen, sondern ein richtig deftiger Schokokuchen, der definitiv alle Schokogelüste befriedigt. Er ist nicht zu süß und sättigt schon mit kleinen Stücken 😀 Er bleibt lange saftig und schmeckt sogar am 2. bzw. 3. Tag noch besser als am ersten – es ist der perfekte Kuchen, wenn alles selbstgemacht sein soll und man nicht gerade 8 Arme hat. Noch dazu lässt er sich superschnell zusammenrühren. Gebacken habe ich ihn bei nur 140 Grad, weil mir sonst Schokokuchen am Rand stets zu trocken waren, so bleibt der Kuchen durch und durch saftig.

Rezept für eine 24cm Form:

Zutaten:
375g Butter
500g Zucker
6 Eier M (oder 5 Eier L)
2 TL Vanilleextrakt (oder 1/2 TL Bourbonvanille)

270ml heißes Wasser (oder Kaffee)
150g Kakaopulver (dutch-processed)

170g Mehl
30g gemahlene Mandeln (Nussfreie Variante: 200g Mehl)

Ofen auf 140 Grad vorheizen, Backform vorbereiten.

Erst werden die 270ml heißes Wasser (oder Kaffee) mit 150g Kakaopulver verrührt und zur Seite gestellt. In einer weiteren Schüssel wird das Mehl mit den Mandeln vermischt.
Mit der Küchenmaschine mixt ihr jetzt Butter, Zucker und Vanilleextrakt. Danach gebt ihr nach und nach die Eier hinzu und das Kakaogemisch. Der Mehl-Mandelmix wird über die flüssigen Zutaten gesiebt und mit einem Teigschaber verrührt. Das war auch schon alles.

Bei 140 Grad ca. 1:20h backen.

Schokoglasur:
150g Vollmilchschokolade (ich hatte hier die Lindt Lindor Schokolade, mmmmh)
2 EL Kakaopulver
50ml Sahne

Hinweis: Nehmt wirklich dutch processed Kakaopulver, dann wird der Kuchen schokoladiger und farblich dunkler.

Guten Appetit!

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Partnerlinks:
Dutch Processed Kakao:
Bensdorp Kakao oder Cebe Kakaopulver

Springform:
KAISER Springform Ø 24

Zimtknoten mit Marille & Walnuss und karamellisierten Pecannüssen & Ahornsirup

Lecker Lecker Lecker! Ich hatte am Wochenende so einen Gusto auf Zimtknoten, allerdings habe ich sie mit zwei unterschiedlichen Füllungen befüllt. Einmal mit Marillenmarmelade und Walnüssen und einmal mit karamellisierten Pecannüssen und Ahornsirup. Beide Varianten waren so schnell weg, dass ich gar nicht schauen konnte, fürs Foto habe ich allerdings noch ganz schnell sieben Stück zur Seite gepackt. Nach dem Motto: Family first, aber bitte ein Foto zuerst!

Bei uns gabs zuerst die Marille Walnuss Zimtknoten, weil sie geschmacklich nicht ganz so intensiv sind wie die Pecannuss Ahornsirup Variante. Da würde das Geschmackserlebnis etwas abflauen, obwohl sie definitiv ein „boaaah, sind die gut!“ verdient haben und kein „die anderen finde ich besser“ 😉 Gegen Karamell mit Nüssen ist es halt etwas schwer anzukommen.

Aktive Zeit benötigt ihr für die leckeren Knoten nicht viel, aber der Teig benötigt viel Zeit zum Gehen. Ich habe den Teig am Vortag abends gemacht und am nächsten Tag nachmittags gabs dann die noch warmen Zimtknoten. Aber selbst am nächsten Tag mittags waren sie mit Frischhaltefolie abgedeckt noch gut zu Essen!

Rezept für ca. 19 Stück

Hefeteig:
550g Weizenmehl Typ 550
60g Zucker
17g frische Hefe
13g Salz
1 gehäufter TL Zimt
210g Milch
3 Eier M
160g Butter, Zimmertemperatur

In der Küchenmaschine mischt ihr zuerst das Mehl, den Zucker, die Hefe, das Salz und den Zimt. Danach gebt ihr die Milch, die Eier und die Butter stückchenweise hinzu und knetet den Teig in etwa 15 Minuten. Danach knetet ihr den Teig noch 2, 3 Minuten mit der Hand und formt ihn zu einer Kugel. Da der Teig sehr weich ist, empfiehlt es sich, nicht mit der ganzen Hand zu kneten, sondern nur mit den Fingerspitzen den Teig von unten nach oben umzuschlagen. Jetzt gebt ihr den Teig in eine große Schüssel, deckt ihn mit Frischhaltefolie leicht ab und lässt ihn im Kühlschrank zwischen 10 und 20 Stunden gehen.

Wenn ihr den Teig am selben Tag noch weiterverarbeiten wollt, dann lässt ihr ihn ungefähr 1 Stunde im Warmen gehen und stellt ihn dann nochmal ca. 1 Stunde in den Kühlschrank, damit er sich gut weiterverarbeiten lässt.

Füllung 1:
ca. 100g Pecannüsse
75g Butter gesalzen, Zimmertemperatur
50g Zucker
50g Ahornsirup

In einer Pfanne gebt ihr 6 volle Esslöffel Zucker, lässt diesen auf mittelhoher Temperatur schmelzen und gebt die Pecannüsse dazu. Rührt so lange, bis alle Nüsse schön karamellisiert sind. Abkühlen lassen und fein hacken. Butter, Zucker und Ahornsirup verrührt ihr einfach mit einem Löffel in einer Schüssel.

Füllung 2:
75g Butter gesalzen, Zimmertemperatur
60g Zucker
1/4 TL Kardamom
4 EL Marillenmarmelade
50g gemahlene Walnüsse (oder gehackt)

Alles miteinander verrühren.

Nehmt den Teig und rollt ihn in etwa 60x30cm groß aus. Bestreicht die Hälfte des Teiges längs mit jeweils einer Füllung, streut die Pecannüsse über die Ahornsirupbutter und faltet die lange Seite einmal von oben und einmal von unten ein Drittel um. Mit einem Pizzaroller schneidet ihr ca. 2cm breite Streifen über die kürzere Seite ab. Faltet die Zimtknoten, legt sie auf 2 Backbleche (mit Backpapier) und lässt sie jetzt nochmal ungefähr 2-3h im Warmen gehen. Deckt sie dazu mit Frischhaltefolie leicht ab, damit der Teig nicht trocknet.

Zum Falten kann ich euch dieses Video ans Herz legen: https://www.youtube.com/watch?v=SDUPwKTEdlc

Kurz vor dem Backen mit einem verquirlten Ei bestreichen und bei 185 Grad ca. 15min golden backen. Beim Backen verlieren die einzelnen Knoten etwas Butter, das gehört so. Um die Zimtknoten noch extra klebrig und glänzend zu machen, kocht 75ml Wasser mit 75g Zucker auf und bestreicht die noch warmen Zimtknoten nach dem Backen damit.

Lasst es euch schmecken!
Daniela

Shortbread mit Dinkelmehl

Vergesst Walker’s Shortbread und probiert dieses Rezept. Es ist nicht nur fein buttrig, sondern kommt auch noch einem leichten salzigen Abgang daher. Und einem Knack beim Abbeißen. Zusätzlich sorgt das Dinkelmehl für einen leicht nussigen Geschmack. Bitte probiert das Rezept nicht mit Weizenmehl, sondern holt euch Dinkelmehl 630. Ich garantiere euch, dass es sich definitiv lohnt – es ist sozusagen nicht nur von mir abgesegnet, sondern auch noch von Herrn und Klein undeineprisesalz. Das mag für euch vielleicht kein Maßstab sein, aber für mich ist es das wirklich. Der Herr im Hause mag nämlich nicht so gern süßes, er hätte am liebsten eine Chili con Carne Torte 🙂

Das Rezept ergibt ungefähr 12 Stück, auf den Fotos seht ihr 6 – die anderen sind so schnell verschwunden, wie sie gebacken wurden.

Zutaten für ca. 12 Stück:

125g weiche Süßrahmbutter
60g Zucker
0.25 TL Bourbonvanille
1.25 TL weißes Salz
220g Dinkelmehl 630

Vermixt in der Küchenmaschine die Butter mit dem Zucker und den Gewürzen. Danach gebt ihr nach und nach das Mehl hinzu und lässt den Teig so lange kneten, bis es eben ein Teig ist (und keine Brösel mehr). Rollt den Mürbteig zwischen 2 Klarsichtfolienstücken so gut wie es geht ca. 7mm dick rechteckig aus (probiert es unbedingt mit den Klarsichtfolienstücken, ihr werden keinen Mürbteig mehr ohne diesen Tipp ausrollen). Schneidet das Rechteck nun in 12 Stücke, stecht mit der Gabel ca. 3x je Kekse kleine Löchlein und lässt diese am besten im Kühlschrank für 1h kühlen. Dieser Schritt ist notwendig, da die Kekse im Backofen sonst zerfließen. Schneidet den Teig aber unbedingt vor dem Kühlen, danach bricht er zu leicht.

Nach dem Kühlen backt ihr die Shortbreads bei vorgeheizten 180 Grad ca. 15 Minuten auf der mittleren Schiene. Fertig sind sie, wenn an der Unterseite bereits ein leicht goldenbrauner Rand entstanden ist. Auf dem 3. Foto könnt ihr das gut erkennen.

Abkühlen lassen und genießen.

Mjammjammjam, so einfach und dennoch so aussagekräftig!
Lasst es euch schmecken,
Daniela