Eine Honigtorte

Mein Onkel ist Imker, daher sind wir immer bestens mit Honig ausgestattet. Blütenhonig, Waldhonig, Kastanienhonig, Tannenhonig und mein liebster Cremehonig mit Bourbonvanille verfeinert. Vor allem in der Winterzeit ist unser Verbrauch hoch. Sobald einer hustet, kommt Honig in den Tee. Ich glaube an die Kraft des Honigs und umso mehr habe ich mich gefreut, wie’s letztens beim Besuch bei Freunden eine russische Honigtorte gab. Vor einem Jahrzehnt habe ich sie bereits einmal in Hannover in der Arbeit gegessen und nun habe ich mich wieder daran erinnert, wie köstlich sie ist.

Die Torte ist nicht in 30 Minuten gebacken, sondern benötigt einerseits Zeit zum Ausrollen und backen der einzelnen Teigschichten und andererseits noch einen Tag im Kühlschrank zum Ziehen. Also perfekt für Leute, die „Meal Prep“ einer Last-Minute Aktion vorziehen. Gerade mit Kindern ist diese Torte daher bestens geeignet, um rechtzeitig mit einer Torte glänzen zu können.

Das Fazit meines fast 6 Jährigen „Mama, das schmeckt ganz hervorragend.“

Rezept

Teig:
100g Honig (ich habe Blütenhonig genommen)
30g Butter
180g Zucker
3 Eier
500g Mehl
1TL Backpulver
und eine Prise Salz

Creme:
400g Sahne
800g saure Sahne
250g Puderzucker (bis 300g, je nachdem, wie süß ihr es möchtet)

Für den Teig mischt ihr das Mehl mit dem Backpulver und der Prise Salz. Die Eier verquirlt ihr in einer weiteren Schüssel. Die Butter, der Zucker und der Honig werden in einem Topf bei mittlerer Hitze erhitzt, sodass sich der Zucker auflöst. Bei Stufe 5 von 10 dauerte es bei mir ca 15 Minuten.

Dann kommt das heiße Zuckergemisch in eine Rührschüssel, die verquirlten Eier werden dann langsam bei ständigem Mixen eingerührt. Nicht zu schnell, sonst habt ihr Rührei. Danach kommt das Mehl noch dazu und alles wird verknetet. Den Teig in 8 Stücke teilen à 110g.

Die einzelnen Teigstücke rollt ihr zwischen zwei Frischhaltefolienstücken sehr dünn aus (ca 1mm), sodass ihr einen Kreis mit einem Durchmesser von 20cm ausschneiden könnt. Dafür habe ich unseren Dessertteller verwendet. Die Reste kommen auf ein extra Blech, die werden als Verzierung für oben drüber verwendet. Ein Boden wird bei 180 Grad Celsius ca 7min goldbraun gebacken. Das wiederholt ihr insgesamt noch 8x, sodass 8 Böden und Teigreste gebacken sind.

Für die Creme verrührt ihr den Puderzucker mit der sauren Sahne. Darunter hebt ihr die geschlagene Sahne.

Der erste Boden kommt nun auf eine Tortenplatte mit einem Tortenring herum. Dann verteilt ihr ca 5 volle Esslöffel Creme darauf. Danach kommt wieder ein Boden und wieder Creme, bis alle Böden verwendet sind. Den Abschluss macht die Creme. Das ganze stellt ihr nun über Nacht in den Kühlschrank, damit die Böden die Flüssigkeit aufsaugen können und weich werden.

Am nächsten Tag zerkrümelt ihr noch die Teigreste und dekoriert damit die Torte.

Guten Appetit!
Daniela

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