Schwarzwälder Kirschtorte

Die kleine Schwester des Herrn undeineprisesalz hatte letzte Woche ihren 18. Geburtstag. Plötzlich ist sie nicht mehr so klein, aber irgendwie bleiben die jüngeren Geschwister doch immer die Kleinen <3 Die ganze Familie – ach so schön! – war da und sie wünschte sich eine Schwarzwälder Kirschtorte. Die gab es auch.

Zudem habe ich mich im chocolate handlettering versucht. Neben Backen bin ich nämlich ein heimlicher Verehrer von Papier und schöner Schrift. Leider habe ich für zweiteres nicht so Zeit, daher gab es nun dieses Mal den ersten Versuch des chocolate handletterings.

Mit geschmolzener Zartbitter Schokolade habe ich Wimpel, Sterne, den Schriftzug „happy BIRTHDAY“, ein Geschenk und einen Luftballon auf ein Backpapier gespritzt. Nehmt unbedingt Zartbitter Schokolade, Vollmilch wurde bei mir nicht fest genug, um sie einfach abziehen zu können. Nachdem die Schokolade wieder fest und getrocknet ist, kann man die einzelnen Elemente ganz vorsichtig abziehen und in die Sahne drücken.

Rezept für eine 26er Backform:

Teig:
5 Eier
200g Zucker
etwas Bourbonvanille
150g Mehl
2TL Backpulver
20g Speisestärke
20g Kakaopulver, ungesüßt

450g Sauerkirschen aus dem Glas (ca. 1,5 Gläser)
30g Speisestärke
30g Zucker
6EL Rum/Kirschwasser

700g Schlagsahne
35g Zucker
etwas Bourbonvanille

Erst werden die Eier getrennt. Die Eiweiße werden mit 100g Zucker steif geschlagen. Die Dotter werden in einer weiteren Schüssel mit 100g Zucker und etwas Bourbonvanille schaumig gemixt. Das Mehl wird mit dem Backpulver, der Speisestärke und dem Kakaopulver in einer 3. Schüssel verrührt. Als nächstes wird die Dottermasse unter die Eiweißmasse vorsichtig gemixt. Die Mehlmischung siebt ihr über die Mixtur und hebt sie vorsichtig unter. Bei 180 Grad wird der Biskuitteig ca. 20-25 Minuten lang gebacken. Danach lässt ihr ihn auskühlen und schneidet ihn 2x durch.

Für die Sauerkirschenschicht bereitet ihr nun einen Pudding zu. Erst tropft ihr die Sauerkirschen aus dem Glas ab, den Saft müsst ihr dabei auffangen. Für den Pudding nehmt ihr nun ca. 350ml Saft, entnehmt ein paar Esslöffel davon und verrührt darin die Spesiestärke und den Zucker. Der Saft wird nun aufgekocht, vom Herd genommen, die Speisestärkemixtur wird unter ständigem Rühren eingerührt und noch einmal aufgekocht. Nach ungefähr 1 Minute nehmt ihr den Pudding vom Herd, mischt die Sauerkirschen und den Rum unter.

Einen Biskuitboden legt ihr nun auf einen Teller, macht einen Tortenring herum und beträufelt ihn mit ein paar Esslöffel Sauerkirschensaft (und wer möchte noch etwas Rum dazu). So wird die Torte schön saftig. Die anderen beiden Böden könnt ihr auch gleich mit etwas Saft saftiger machen, dann können sie noch kurz ziehen, bevor sie verwendet werden. Auf den ersten Boden gebt ihr die Sauerkirschenmasse. Nach dem Abkühlen schlagt ihr 400g Sahne mit 20g Zuckers und Vanille auf. Auf die Sauerkirschenschicht kommt nun die Hälfte der aufgeschlagenen Sahne, dann wieder ein Boden, dann wieder Sahne, dann wieder ein Boden. Ihr könnt natürlich auch die Sauerkirschen auf beiden Böden verteilen, wie es euch lieber ist. Wenn ihr die Kirschen zweimal verwenden möchtet, dann könntet ihr vielleicht sogar noch mehr Sauerkirschenmasse herstellen – umso fruchtiger wird die Torte. Ich mag das sehr.

Jetzt habe ich die Torte über Nacht gekühlt und am nächsten Tag dann noch mit 300g Sahne und 15g Zucker eingehüllt und verziert. Die Schokolade oben drüber habe ich einfach mit dem gröbsten Reibeisen drüber gerieben.

Lasst es euch schmecken!
Daniela

Kalte Schnauze

Als Österreicherin kenne ich diese Süßigkeit nicht aus Kindstagen, aber in Berlin kommt man nicht drumrum. Meine Variante des fancy NoBake Nachtisches besteht aus Schokolade, dem harten aus der Kokosmilch Dose, Sahne und Butterkeksen. Die Symbiose aus Keks und Schokolade hat es mit der Prinzenrolle auch schon in jedes Verkaufsregal geschafft, somit kann man quasi nichts falsch machen. Und die Kinder meinten, es wäre der beste Nachtisch, den sie je gegessen haben. 

Für das Herz habe ich mir zuerst die Größe der Backform im Schnitt aufgezeichnet und diese in 2mm (für die Schokoschicht) und 4mm (für die  Butterkekse) Schichten unterteilt. Insgesamt waren es bei mir 9 Schichten Butterkekse. So sah meine Zeichnung dazu aus:

Rezept:

700g Schokolade (meine Wahl Ritter Sport: 400g Alpenmilch, 300g Zartherb)
150g Kokosfett (das Harte aus der Kokosmilch Dose)
250g Sahne
2 Packungen Butterkekse (seid vorsichtig damit, außer ihr wollt kein Muster stapeln, dann ist das nicht so wichtig)

Zu allererst wird die Kuchenform mit Klarsichtfolie ausgelegt. So lässt sich die fertige Süßigkeit nämlich problemlos wieder rausnehmen. Am Rand habe ich die Folie mit Klammern festgeklemmt, damit sie nicht beim Schichten wieder nach unten rutschen kann.

Die Schokolade wird dann oder währenddessen über dem Wasserbad gemeinsam mit dem Kokosfett und der Sahne geschmolzen. Ich habe mit einer Schicht Schokolade begonnen. Ihr schichtet nun nach und nach die Schokolade und die Kekse. Seid etwas sparsam mit der Schokolade. Ich habe sie mit einem Backpinsel immer noch an die Seiten verteilt. So entstanden schöne dünne Schokoschichten. Die Form kommt dann für ein paar Stunden in den Kühlschrank.

Gut durchgekühlt und durchgezogen schmeckt der kalte Hund am besten!

Lasst es euch schmecken!
Daniela

Slow baking dunkler saftig-deftiger Schokokuchen mit Schokoglasur

DAS ist ein Schokokuchen, sag ich euch. Kein fluffig leichter Schokokuchen, sondern ein richtig deftiger Schokokuchen, der definitiv alle Schokogelüste befriedigt. Er ist nicht zu süß und sättigt schon mit kleinen Stücken 😀 Er bleibt lange saftig und schmeckt sogar am 2. bzw. 3. Tag noch besser als am ersten – es ist der perfekte Kuchen, wenn alles selbstgemacht sein soll und man nicht gerade 8 Arme hat. Noch dazu lässt er sich superschnell zusammenrühren. Gebacken habe ich ihn bei nur 140 Grad, weil mir sonst Schokokuchen am Rand stets zu trocken waren, so bleibt der Kuchen durch und durch saftig.

Rezept für eine 24cm Form:

Zutaten:
375g Butter
500g Zucker
6 Eier M (oder 5 Eier L)
2 TL Vanilleextrakt (oder 1/2 TL Bourbonvanille)

270ml heißes Wasser (oder Kaffee)
150g Kakaopulver (dutch-processed)

170g Mehl
30g gemahlene Mandeln (Nussfreie Variante: 200g Mehl)

Ofen auf 140 Grad vorheizen, Backform vorbereiten.

Erst werden die 270ml heißes Wasser (oder Kaffee) mit 150g Kakaopulver verrührt und zur Seite gestellt. In einer weiteren Schüssel wird das Mehl mit den Mandeln vermischt.
Mit der Küchenmaschine mixt ihr jetzt Butter, Zucker und Vanilleextrakt. Danach gebt ihr nach und nach die Eier hinzu und das Kakaogemisch. Der Mehl-Mandelmix wird über die flüssigen Zutaten gesiebt und mit einem Teigschaber verrührt. Das war auch schon alles.

Bei 140 Grad ca. 1:20h backen.

Schokoglasur:
150g Vollmilchschokolade (ich hatte hier die Lindt Lindor Schokolade, mmmmh)
2 EL Kakaopulver
50ml Sahne

Hinweis: Nehmt wirklich dutch processed Kakaopulver, dann wird der Kuchen schokoladiger und farblich dunkler.

Guten Appetit!

.
.
.

Partnerlinks:
Dutch Processed Kakao:
Bensdorp Kakao oder Cebe Kakaopulver

Springform:
KAISER Springform Ø 24