Gebackene Polsterzipf

Ich habe als Studentin nebenbei in einer Bäckerei gearbeitet (vielleicht kommt daher die Vorliebe für Süßes?), da gab es immer ein 4+1 Angebot für Polsterzipf aka Marmeladentaschen. Wir haben sie jeden Morgen frisch aufgebacken.

Üblicherweise kommen sie in einer Dreiecksform daher, aber ich war am Wochenende so kreativ und habe Herzen, Sterne, Dreiecke, Vierecke aus dem Teig gestochen und diese dann mit Marmelade befüllt. In Österreich wird gefühlt alles mit Marillen- oder Ribiselmarmelade befüllt, aber ich war heute so Revoluzzermäßig unterwegs, dass ich mich für Himbeermarmelade entschieden habe. Und manche hätten sogar Himbeermarmelade mit weißer Schokolade als Füllung. Meine Mama könnte das ja nicht, da muss immer alles so sein, wie es schon immer war. Ihr hättet mal miterleben müssen, wie ich einen Apfelstrudel NICHT aus Strudelteig gemacht habe. Oh weia! (und dann hat’s auch noch geschmeckt)

Jedenfalls – wenn man einmal so Revoluzzermäßig unterwegs ist, dann fallen einen plötzlich ganz viele Füllungen ein. Zwetschkenmus (Powidl) mit und ohne Schokolade beispielsweise oder sogar nur Schokolade. Ich glaube, meine Kinder werden über das Backergebnis glücklich sein.

Eine Hälfte habe ich eingefroren. Ich werde euch in ein paar Wochen davon berichten, ob dieser Nachtisch einfach aufzubacken ist – damit man sich ein lobendes „Wann hattest du denn dafür Zeit?“ ergattern kann.

Rezept (für ca. 35 Stück)

250g Mehl 405
250g Butter
250g Quark 20%
Schale einer halben Bio-Zitrone

Marmelade und/oder Füllung nach Wahl
Staubzucker/Puderzucker

Für den Teig verrührt ihr in der Küchenmaschine die Zutaten. Da der Teig auch „falscher Blätterteig“ genannt wird, soll er auch noch gefaltet werden, damit er beim Backen schön luftig wird. Dafür rollt ihr den Teig in ein Rechteck, faltet ihn je ein Drittel zur Mitte von links und rechts, rollt ihn nochmal aus und faltet ihn nochmal.

Danach darf sich der Teig erstmal für mind. 1 Stunde im Kühlen ausruhen.

Für’s Ausrollen lege ich den Teig zwischen zwei bemehlte Frischhaltefolienstücke, das klebt dann nicht so am Nudelholz und gefühlt rollt sich der Teig gleichmäßiger aus. Nach dem Ausrollen stecht ihr die gewünschten Formen aus, verteilt Marmelade darauf (nicht sparen, sonst schmecken die Polsterzipf etwas trocken) und schließt es mit dem Gegenstück. Bei Dreiecken/Vierecken schneidet ihr am besten Vierecke aus und faltet die eine Hälfte über die andere. Geschlossen habe ich die Taschen durch das Festdrücken des Teiges mit den Gabelspitzen.

Bei 200 Grad lässt ihr die Taschen ungefähr 15-17min backen. Danach bestäubt ihr sie mit Staubzucker.

Guten Appetit!
Daniela

Baiserherzen mit Sahne und Himbeeren

Gruselig geht’s bei meinen Schwiegereltern zu: als Dessert kommen hier und da Blutspuren im Schnee auf den Tisch! Einfach zu- und vorbereitet, für viele Leute perfekt und sehr lecker. Abwechselnd werden gesüßte Sahne, gefrorene Himbeeren und Baiserhäubchen in einer großen Schüssel geschichtet, die dann bestenfalls ein paar Stunden zieht. Da mir dieser Nachtisch so gut schmeckt und jetzt bald Valentinstag ist (für manche gruuuuuuselig, daher ist das Rezept noch passender), habe ich es etwas abgewandelt und Valentinstagstauglich zubereitet.

Valentinstag kann man mögen oder eben auch nicht. Ich bin natürlich auch der Meinung, dass es diese Tage nicht geben sollte, sondern jeder Tag besonders ist und das auch dem Partner, Kindern etc zeigen soll. Im Alltag gehen diese kleinen Aufmerksamkeiten aber dennoch oft unter oder werden gar nicht als solche wahr genommen. Meinen wir den Ausflug mit den Kindern gut, ist das Wasser garantiert um 0.1 Grad zu kalt, oder es fehlt eine Sprudelperle im Mineralwasser oder was auch immer. Für Unzufriedenheit gibt’s hier zur Zeit des Geschehens genügend Gründe – im Nachhinein waren es natürlich immer die besten Erlebnisse! Jedenfalls, hier und da im Alltag ein Herzchen einzubringen, sorgt für eine gelungene Aufmerksamkeit, da hat sich noch niemand beschwert, dass es unförmig wäre. Der Valentinstag sorgt zumindest dafür, dass wir aktiv daran denken, jemanden eine Freude zu bereiten. Zumindest bei mir. Es braucht keine drölf Rosen, daher habe ich jetzt ein paar Alltagsrezepte so einfach abgewandelt, dass sie plötzlich für mehr Liebe sorgen <3

Die Basis bilden Baiserherzen. Dafür verwendet ihr am besten das Baiserrezept ohne den gefriergetrockneten Himbeeren und spritzt Herzchen auf die Silikonmatte. An den Rand muss noch eine 2. Ebene, damit die Sahne danach besser Halt findet. Ich habe als Rand gespritzte Pünktchen ohne Absetzen gesetzt, das war auch als Laie schaffbar und sieht auch nach wunderschönen Perlen aus.

Rezept:
http://undeineprisesalz.de/2019/01/baiser-mit-gefriergetrockneten-himbeeren-rezept-gelingsicher/

Aus der Masse spritzt ihr Herzen auf die Silikonmatte und umrandet diese zusätzlich noch. Auf die Baiserherzen kommt geschlagene – wenig gesüßte – Sahne mit etwas Bourbonvanille und darauf setzt ihr eine frische Himbeere.

Guten Appetit!
Daniela

Baiser mit gefriergetrockneten Himbeeren

2019 – ich fange wieder an. Liegt es an der weiteren Elternzeit oder tatsächlich am neuen Jahr? Jedenfalls – ich bin zurück und sehr motiviert. Zum Start gibt es Baiserhäubchen mit gefriergetrockneten Himbeeren, einfach weil ich etwas Farbe in der grauen Winterzeit schön finde. Und Himbeeren immer gut schmecken.

Und zum ersten Mal sind mir Baisers tatsächlich so gelungen, wie sie sein sollten. Ohne Risse, ohne Luftlöcher innen. Im Rezept verrate ich euch, wie ich das hinbekommen habe.

Ihr könnt den Geschmack natürlich auch variieren. An Weihnachten macht ihr zB statt der Himbeeren Zimt, Lebkuchen- oder Spekulatiusgewürz dazu. Und macht Ringe oder andere Formen, um sie auch auf den Baum hängen zu können.

Rezept (für 2 Bleche):

4 Eiklar Gr. L
200g Zucker
1 TL Zitronensaft, frisch gepresst
1.5TL gefriergetrocknete Himbeeren, Pulver
und eine Prise Salz

Ich habe nur ganze gefriergetrocknete Himbeeren gefunden, daher habe ich ca. 2 Esslöffel Himbeeren mit einem Hexler zu Staub püriert, die offensichtlichen Kerne habe ich händisch entfernt.

Für das Baiser mischt ihr erst alle Zutaten außer den gefriergetrockneten Himbeeren mit dem Schneebesen. Dann kommt die Rührschüssel über einen Topf mit heißem Wasser und erwärmt alles so lange, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Bei mir hat das ca. 5 Minuten gedauert. Der Zitronensaft macht übrigens, dass die Masse stabiler wird.

Dann kommt die Rührschüssel (bei mir) zur KitchenAid und die Masse wird so lange auf hoher Stufe gemixt, bis sie fest und glänzend ist. Tatsächlich war die Masse aber auch nicht so fest, dass schon Luftblasen entstanden sind. Ich denke, es waren wieder ca. 5 Minuten.

Mit der Teigspachtel habe ich dann das Himbeerpulver untergerührt. Ihr könnt nun mit dem Spritzsack entweder Häubchen oder Herzchen oder was auch immer spritzen. Bei 100 Grad wird das Baiser ca. 2h getrocknet. Einfacher ließen sie sich übrigens von der Silikonbackmatte lösen als von einem normalen Backpapier.

Danach müsst ihr sie übrigens wirklich luftdicht verschließen, weil sie sonst bei Raumtemperatur sehr klebrig werden. Falls das passieren sollte, trocknet ihr sie einfach im Backofen für ca. 20 Minuten wieder nach – kein Problem!

Guten Appetit!
Daniela